Anstieg der Arzneimittel-Ausgaben ist begründbar

06.03.2003 | Berlin
Dr. Thomas: "Patienten dürfen Innovationen nicht vorenthalten werden!"

"Die im vergangenen Jahr um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Ausgaben für Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung erklären sich daraus, dass die Ärzte in ihrer Verantwortung für die Patienten auch teure Innovationen verschrieben haben, die nicht durch preiswertere Generika ersetzt werden können." Vor dem Hintergrund des jetzt bekannt gewordenen "weitaus größeren Defizits als noch vor der Bundestagswahl von der Bundesgesundheitsministerin prognostiziert" warnte Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes, nachdrücklich davor, die gestiegenen Arzneimittel-Ausgaben mit einem ungezügelten Verordnungs-Verhalten der Ärzte erklären zu wollen.

Es wäre verantwortungslos, so Dr. Thomas, Patienten erfolgreiche Weiterentwicklungen in der medizinischen und pharmazeutischen Forschung allein aus ökonomischen Zwängen vorenthalten zu wollen: "Die Ärzte sind zuallererst dem Wohl ihrer Patienten verpflichtet und das führt zwingend dazu, dass unter selbstverständlicher Beachtung des wirtschaftlichen Verordnungs-Verhaltens auch hochpreisige Medikamente verordnet werden müssen." Vor diesem Hintergrund von einem "rasanten Anstieg der Arzneimittel-Ausgaben" zu sprechen, wie Staatssekretär Klaus-Theo Schröder es getan habe, trage nicht zur Versachlichung der Diskussion bei, befand der Hartmannbund-Vorsitzende, für den es unstrittig ist, dass "mehr Geld ins System fließen muss - das sind Politik und Gesellschaft dem medizinischen Fortschritt und der demographischen Entwicklung einfach schuldig."

Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.

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