Arznei-Verbrauch in Brandenburg am niedrigsten

29.09.2010 | Hannover
Im ersten Quartal 2010 haben die Arzneimittelkosten bei der KKH-Allianz rund 220 Millionen Euro betragen. Davon entfielen zwölf Millionen Euro auf das Bundesland Brandenburg. Pro Versicherten beliefen sich hier die Kosten auf 107 Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Kosten um acht Prozent gestiegen. Die Ärzte haben im ersten Quartal 2010 fast fünf Millionen Arzneimittelpackungen verordnet.

Rund 210.000 Medikamentenpackungen wurden in Brandenburg in öffentlichen Apotheken abgegeben. Durchschnittlich bekam jeder bei der KKH-Allianz versicherte Brandenburger in diesen drei Monaten weniger als zwei Medikamentenpackungen. Damit ist der Pro-Kopf-Verbrauch an Arzneimitteln in Brandenburg im Bundesländervergleich (Bundesdurchschnitt 2,2) am niedrigsten.

Bei der Verordnung von günstigeren Nachahmerprodukten, den so genannten Generika, sind die Ärzte im Bundesland Brandenburg noch etwas zögerlich. Der Generika-Anteil am generikafähigen Markt (Generika und patentfreie Originalpräparate) lag im ersten Quartal unter 88 Prozent. Patienten müssen keine Nachteile durch den Austausch eines patentfreien Originalpräparates durch ein günstigeres Generikum befürchten: Wirkstoffstärke und Packungsgröße bleiben gleich.

Dass vor allem die patentgeschützten Originale deutlich teurer sind als Generika-Präparate, belegt ein Vergleich der durchschnittlichen Packungskosten im ersten Quartal 2010. In Brandenburg lag der Durchschnittspreis für ein patentgeschütztes Originalpräparat beispielsweise um ein sechsfaches über dem Preis für ein Generikum.

Die Preise für patentgeschützte Originalpräparate sind allein im ersten Quartal in Brandenburg um 16 Prozent gestiegen. Angesichts dieser Preisentwicklung sehen Experten ein Preismoratorium wie es im Arzneimittelsparpaket beschlossen wurde, als eine wichtige Maßnahme an, um einem weiteren Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen entgegenzuwirken

Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz

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