BASF und Dow erhalten US-amerikanischen Umweltschutzpreis für ihre HPPO-Technologie
Propylenoxid aus dem HPPO-Prozess wird in vielen Bereichen eingesetzt: Bei der Gebäudedämmung, in Kühlgeräten und Autos, für die Möbelherstellung, aber auch bei der Flugzeugenteisung, für Arzneien, Anstrichmittel oder Bremsflüssigkeiten.
Der Preis wird von der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency, EPA) im Namen des Weißen Hauses vergeben. Seit 1996 werden damit jedes Jahr bahnbrechende Technologien ausgezeichnet, die helfen, Nachhaltigkeitsprinzipien aus dem Forschungslabor auf konkrete Anwendungen zu übertragen. Ziel ist es, eine kommerziell erfolgreiche und zugleich umweltbewusste Chemieproduktion zu fördern. Dow erhält den Presidential Green Chemistry Challenge Award zum siebten Mal, für BASF ist es die vierte Auszeichnung dieser Art.
"Die Anerkennung der EPA belegt die Innovationskraft und starke Kooperation, die in diesem Projekt zusammenwirken", so Guillermo Novo, bei Dow verantwortlicher Vice President für Polyurethane. " Um eine nachhaltige Zukunft zu sichern, brauchen wir noch mehr neue Technologien und Partnerschaften wie diese - zwischen Unternehmen, Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Kommunen."
"Wir sind stolz auf dieses herausragende Beispiel für gemeinsame Forschung und Entwicklung", sagt Jacques Delmoitiez, Leiter des BASF-Unternehmensbereichs Polyurethane. "Diese hochmoderne Technologie kombiniert wirtschaftlichen Erfolg mit einer verbesserten Umweltbilanz. Damit setzt sie Standards für zukünftige Projekte."
Die innovative Technologie von BASF und Dow bietet klare ökonomische und ökologische Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Prozessen zur Herstellung von Propylenoxid (PO). Das belegt eine im Jahr 2007 von beiden Unternehmen gemeinsam durchgeführte Studie, die auf der von BASF entwickelten Ökoeffizienzanalyse basiert. Sie ergab, dass der neue HPPO-Prozess die Abwassermenge um 70 bis 80 Prozent und den Energieverbrauch um bis zu 35 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren verringert. Das Verfahren ist auch umweltfreundlicher, weil außer Wasser keinerlei Nebenprodukte entstehen. Außerdem muss bei dem Bau einer HPPO-Anlage bis zu 25 Prozent weniger Kapital gegenüber herkömmlichen Technologien eingesetzt werden, weil weniger Infrastruktur, geringere Grundfläche und nur wenige Einsatzstoffe notwendig sind.
Die erste Produktionsanlage mit der gemeinsam entwickelten HPPO-Technologie wurde 2008 am BASF-Standort Antwerpen/Belgien von BASF und Dow erfolgreich in Betrieb genommen. SCG-Dow baut eine zweite Anlage auf Basis des neuartigen Verfahrens, die voraussichtlich im Jahr 2011 in Map Ta Phut/Thailand in Betrieb gehen wird.
Quelle: Pressemeldung BASF SE
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