BPI stößt Wissenschaftsdialog in der Technischen Universität Berlin an
Als erstes Thema haben dabei über 50 Wissenschaftler aus Hochschule und Industrie an der Technischen Universität Berlin über das Thema "Demographische Herausforderungen an den Gesundheitsmarkt" beraten. Im Fokus der ganztägigen Veranstaltung standen Referate und Diskussionen über die Konsequenz des demographischen Wandels für Arzneimittel und Pharmaindustrie.
Mitveranstalter und Gastgeber Prof. Dr. Klaus-Dirk Henke vom Institut für Finanzwissenschaft und Gesundheitsökonomie der TU Berlin betonte die Bedeutung des Themas für die gesamte deutsche Industrielandschaft und forderte dazu auf, die bevorstehenden demographischen Veränderungen auch von ihren positiven Seiten zu sehen. Für die zukünftige Gesundheitsversorgung regte Henke ein stärker auf Versorgungsnetzwerke fokussiertes Denken an. In diesem Zusammenhang müsste aber auch die Industrie als Partner stärker eingebunden werden und sich einbinden lassen. Notwendig dafür sei jedoch ein Umbau des gegenwärtigen GKV-Systems zu einer echten Versicherung, in der die Gesundheitsleistungen individuell erkannt und nachgefragt werden könnten.
Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des BPI, erhofft sich von dem jetzt aufgenommenen Dialog eine Serie in Form einer alljährlichen Einrichtung. Er betonte in seiner Begrüßung den Vorteil aller Beteiligten vom direkten Austausch. "Wir sind natürlich nicht nur Interessenverband der Politik gegenüber, sondern die BPI-Unternehmen sind sich auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, nicht nur in ihrem eigenen Unternehmensumfeld, sehr wohl bewusst." Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels werde deutlich, dass Arzneimittel einen entscheidenden Faktor zur Bewältigung der finanziellen Kosten des Alters darstellen. Hier wird deutlich, dass sich eher mit dem Arzneimittel sparen lässt als am Arzneimittel. Der Industrie, so Fahrenkamp, müsse es allerdings in diesem Prozess noch besser gelingen, sich nicht allein als "Verkäufer von Arzneimitteln" darzustellen, sondern als Mitgestalter der individuellen und der kollektiven Gesundheitsversorgung.
Quelle: Pressemeldung Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.
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