Behandlung von Alzheimer: Merz Pharmaceuticals und Tel Aviv University werden Partner
Das weltweite, exklusive Lizenzabkommen beinhaltet eine Vorauszahlungsgebühr und Meilensteinzahlungen sowie Abgaben auf zukünftige Verkäufe.
Die Technologie wurde an der TAU entwickelt und gehört zu einem Technologie-Portfolio, das mit einem von Ramot vermittelten Kapitaleinsatz einer US-Investorengruppe in Höhe von 8,5 Millionen Dollar gefördert wurde. Ramots Lizenzpartner Merz Pharmaceuticals ist eines der führenden pharmazeutischen Unternehmen im Bereich der Forschung und Entwicklung der Behandlung von Alzheimer-Demenz. Mit Memantine, dem Blockbuster Antidementivum von Merz, hat das Unternehmen seine Kompetenz bei der erfolgreichen Entwicklung und Vermarktung einer innovativen Alzheimer-Therapie unter Beweis gestellt.
"Es ist unser Ziel, innovative Medikamente in unserem Kompetenzfeld Zentrales Nervensystem zu entwickeln und damit neue Therapienansätze für die Patienten zu ermöglichen", sagt Dr. Alexander Gebauer, Leitung Global R&D. Dr. Martin Zügel, CEO der Merz Pharmaceuticals, ergänzt: "Die Partnerschaft mit Ramot, und damit das Vorantreiben der Entwicklung der innovativen Technologie von TAU, stellt einen weiteren wichtigen Schritt dar, um unser ehrgeiziges Ziel zu erreichen."
"Diese Medikamentenanwärter sowie andere Technologien, die sich mit dem Zentralen Nervensystem befassen, sind die Früchte der an der TAU durchgeführten innovativen Biowissenschaft und medizinischen Forschung", ergänzt Prof. Hagit Messer-Yaron, Vizepräsident für R&D von TAU.
"Wir glauben, dass unsere Zusammenarbeit mit Merz Pharmaceuticals zur Entwicklung von lange gesuchten, effektiven Behandlungsmethoden für eine der verheerendsten und uns heute bekannten Krankheiten führen wird", bemerkt Prof. Zvi Galil, Präsident der Tel Aviv University.
Die Alzheimer-Demenz ist eine chronische, neurodegenerative Krankheit. In ihren frühen Stadien beeinträchtigt sie insbesondere kognitive Funktionen und verursacht Gedächtnisverlust, Sprach- und Orientierungsstörungen. Beim Fortschreiten der Erkrankung treten auch wahnhafte Vorstellungen und Beeinträchtigungen der Alltagsfähigkeiten auf. Der zunehmende Verlust der Selbstständigkeit führt im weiteren Krankheitsverlauf zu erhöhtem Betreuungsaufwand bis hin zur Pflegebedürftigkeit.
Die Alzheimer-Erkrankung, sicherlich eine der schwersten der neurodegenerativen Krankheiten, stellt eine globale Herausforderung für die Gesellschaft und das Gesundheitswesen dar und dies wird auch in den kommenden Generationen so bleiben. Vor zwei Jahren schätzte die Alzheimer's Association, dass 4,5 Millionen Amerikaner und 15 Millionen Menschen weltweit an Alzheimer-Demenz leiden. Es wird damit gerechnet, dass sich diese Zahl aufgrund der alternden Bevölkerung in der entwickelten Welt bis zum Jahr 2050 fast verdreifacht.
Quelle: Pressemeldung Merz GmbH & Co. KGaA
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