Blutdruckmess-Gerät schlägt im Notfall Alarm

28.04.2011 | Hannover
KKH-Allianz setzt Telemonitoring bei Risikopatienten ein. Die KKH-Allianz erweitert ihre Gesundheitsberatung um eine technische Innovation und kann somit Risikopatienten eine noch bessere Betreuung anbieten. Möglich wird das durch das so genannte Telemonitoring.

Dabei werden Körpergewicht beziehungsweise Blutdruckwerte automatisch und für den Patienten kostenlos über die Telefonleitung an den zuständigen Gesundheitsberater übertragen. Somit können die Werte kontinuierlich überwacht werden. Wenn es bei den Werten zu Auffälligkeiten kommt, meldet sich der Gesundheitsberater umgehend bei dem Betroffenen. Natürlich entlässt das den Patienten nicht aus seiner Eigenverantwortung, seine Werte regelmäßig zu überprüfen.

Die KKH-Allianz zählt zu den ersten Krankenkassen, die das Telemonitoring anbieten. Beteiligen können sich im ersten Schritt rund 100 Versicherte mit Herzschwäche, die bereits das Angebot der Gesundheitsberatung nutzen. Sie erhalten bei Bedarf kostenlos ein Blutdruckmessgerät beziehungsweise eine Waage. Beide Geräte übertragen nach jeder Benutzung die Daten drahtlos an eine Basisstation. Die mehrfach verschlüsselten Daten erreichen dann über die Telefonleitung automatisch den zuständigen Gesundheitsberater. Dieser ist anhand der regelmäßig erhobenen Daten in der Lage, mit dem Patienten zu trainieren, worauf bei den Werten zu achten ist. Auf Wunsch kann der Versicherte sich einen Datenausdruck auch zusenden lassen, um die Daten mit seinem Arzt zu besprechen.

Die Vorteile für die Teilnehmer liegen auf der Hand: So lernen sie, ihren Gesundheitszustand besser einzuschätzen und wie sie in bestimmten Situationen reagieren sollten. Wenn die Werte besonders auffällig sind, setzt sich der Gesundheitsberater umgehend mit dem Versicherten in Verbindung. Das ist zum Beispiel bei plötzlicher Gewichtszunahme von mehr als zwei Kilogramm in drei Tagen der Fall, die auf Wassereinlagerungen und somit eine Verschlechterung der Herzleistung hindeutet.

Die telefonische Gesundheitsberatung bietet die KKH-Allianz ihren Versicherten bereits seit 2007 an. Dabei begleitet ausgebildetes medizinisches Personal chronisch Kranke etwa mit Diabetes, Rückenschmerzen oder eben Herzbeschwerden im Alltag. Die persönlichen Gesundheitsberater sind auf viele Fragen vorbereitet, so zum Beispiel zu Ernährung, Bewegung bis hin zu Arzneimittelproblemen. Sie geben zudem Informationen, wie die Beschwerden durch eine Änderung der Lebensgewohnheiten gelindert werden können. Derzeit sind rund 7.000 Versicherte der KKH-Allianz aus ganz Deutschland in dem Programm eingeschrieben.

Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz

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