"Changing tomorrow": Astellas unterstützt Fistula e.V. in Äthiopien

02.08.2010 | München
Astellas Deutschland verstärkt sein gesellschaftliches Engagement. Der forschende Arzneimittelhersteller unterstützt den Verein Fistula e.V. in seinem Kampf für den Rückgang von Geburtsfisteln in Äthiopien. Etwa 100.000 Patientinnen leiden dort an schwerwiegenden Geburtsverletzungen.

Das Engagement ist eines der herausragenden Projekte im Bereich der Corporate Social Responsibility, der sich die Unternehmensführung verpflichtet hat. Gemäß dem Leitgedanken "Changing tomorrow" unterstützt Astellas ausgewählte soziale Initiativen, welche sich für medizinische Versorgung, gesundheitliche Prävention und Bildung einsetzen.

Geburtsfisteln - ein vergessenes Problem

Geburtsfisteln entstehen durch starken und lange anhaltenden Druck des Kinderkopfes auf die Beckenorgane während der Geburt und führen zu schwerster Inkontinenz. Weltweit sind etwa zwei Millionen Frauen von Geburtsfisteln betroffen, die meisten von ihnen leben in Entwicklungsländern. Durch moderne Geburtshilfe und die rechtzeitige Entscheidung zum Kaiserschnitt tritt das Krankheitsbild in den Industrienationen kaum noch in Erscheinung. In Äthiopien entstehen dagegen jährlich 9.000 Neuerkrankungen - insbesondere bei sehr jungen Patientinnen. Dr. Ulrich Eggert, Geschäftsführer von Astellas Deutschland erklärt: "Das Fistula-Projekt hat uns von Anfang an in seiner Wichtigkeit und Bedeutung überzeugt. Wir werden das Projekt langfristig unterstützen, um unseren Beitrag für den Rückgang von Geburtsfisteln in Äthiopien nachhaltig zu leisten. Im Rahmen unserer Corporate Social Responsibility sollen neben der adäquaten medizinischen Versorgung auch Prävention und Bildung gefördert werden."

Vielfältige Ursachen und schwerwiegende Folgen

Die Ursachen von Geburtsfisteln in Äthiopien liegen nicht nur am fehlenden Zugang zu moderner Diagnostik und Geburtshilfe sondern auch an gesellschaftlichen und sozialen Bedingungen. Durch frühe Verheiratung und mangelnde Ernährung ist der Körperbau der jungen Gebärenden noch nicht voll entwickelt. Die qualvolle Entbindung über den engen Geburtskanal erfolgt ohne jede professionelle Hilfe und mit großer Gefahr für Mutter und Kind. Ebenso tragisch sind die Folgen von Fistelerkrankungen: Die inkontinenten Frauen werden häufig von ihren Ehemännern verstoßen und leben dann isoliert von der Dorfgemeinschaft. Außerdem müssen sie den Schicksalsschlag der Totgeburt ihres meist ersten Kindes verarbeiten. Die Fistelpatientinnen sind auch nach der Geburt noch einem hohen Risiko ausgesetzt: Etwa 35 Prozent der Frauen, die nicht behandelt werden, sterben an den Folgen der Geburtsfisteln wie aufsteigender Harnwegsinfektionen und Nierenversagen.

Nachhaltige Bekämpfung durch Fistula e. V. und Astellas

Zusammen mit dem Verein Fistula e.V. möchte Astellas dazu beitragen, dass dieses Krankheitsbild dauerhaft der Vergangenheit angehört. Projektpartnerin Dr. Barbara Teltschik von Fistula e.V. erklärt: "Die Herausforderungen gehen weit über die medizinische Betreuung hinaus. Prävention und Bildung spielen ebenfalls eine ganz entscheidende Rolle." Um betroffene Frauen bis in die entlegenen Winkel des Landes zu erreichen, unterstützt der Verein insbesondere die Ausbildung sogenannter Health Worker. Die medizinischen Helfer suchen betroffene Patientinnen auf und informieren sie über die Möglichkeiten einer kostenlosen Behandlung. Sie erkennen Problemschwangerschaften rechtzeitig und weisen die Patientinnen zur Entbindung in die nächstgelegene Klinik ein. Zudem leisten sie intensive Aufklärungsarbeit und tragen damit ihr Wissen in die Bevölkerung. Dr. Christine Moarefi, Projektleiterin Corporate Social Responsibility bei Astellas: "Gerade durch die Unterstützung im Bereich der Health Worker zeigen unsere CSR-Aktivitäten direkt vor Ort ihre Wirkung. Medizinische Hilfe, Vorsorge und Wissen über Gesundheit kommen bei den Frauen in den Dörfern an und wir verhelfen ihnen so nachhaltig zu einer besseren Zukunft."

Das Fistula Hospital

Die dreijährige Ausbildung der Health Worker erfolgt in den Einrichtungen des Fistula Hospitals, wo auch die betroffenen Frauen behandelt und betreut werden. Fistula e.V. unterstützt die Aktivitäten der Klinik, in der bereits fast 40.000 Fistelpatientinnen kostenlos operiert wurden. Über 90 Prozent aller Patientinnen können durch einen relativ einfachen Eingriff geheilt werden. Das Fistula Hospital in Addis Abeba wurde 1974 durch die Australierin Dr. Catherine Hamlin mit ihrem Mann gegründet und bietet über die medizinische Versorgung hinaus gezielte Präventions-, Nachsorge- und Bildungsprogramme, um den Frauen in Äthiopien ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dr. Catherine Hamlin erhielt für dieses Lebenswerk 2009 den Alternativen Nobelpreis. Die Klinik wird dieses Jahr Ende September durch eine fünfte Außenstelle in Metu erweitert. Im September 2010 findet dort die offizielle Eröffnung der klinischen Einrichtung mit einer neuen Ausbildungsstätte statt, in der im Zeitraum von fünf Jahren 1.200 Health Worker ausgebildet werden sollen. Insbesondere bei diesem ehrgeizigen Ziel erhält Fistula e. V. die Unterstützung von Astellas. Auf diese Weise kann das Unternehmen dazu beitragen, dass Geburtsfisteln in Äthiopien langfristig nicht mehr auftreten.

Quelle: Pressemeldung Astellas Pharma GmbH

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