Deutsche fordern mehr Unterstützung bei der Rauchentwöhnung

27.05.2011 | Berlin
"Heute höre ich mit den Rauchen auf!" Für viele Raucher ist der Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai 2011 ein Ansporn, um den Rauchausstieg anzugehen. Leichter gesagt als getan. Obwohl sich über die Hälfte der rund 16 Millionen Raucher ein nikotinfreies Leben wünschen, enden viele Aufhörversuche nach kurzer Zeit mit dem erneuten Griff zur Zigarette.

In Deutschland muss mehr gegen die Nikotinsucht getan werden und Raucher brauchen mehr professionelle Unterstützung bei der Rauchentwöhnung - so lautet das Fazit einer aktuellen Forsa-Umfrage unter 1.900 Befragten zum Thema Nichtraucherschutz und Rauchentwöhnung. Danach fordern mehr als die Hälfte (57%) der Deutschen - egal ob Raucher oder Nichtraucher - mehr Anlaufstellen und unabhängige Beratung zur Rauchentwöhnung, um Raucher bei ihrem Vorhaben zu unterstützen und ihnen den Rauchstopp zu erleichtern. Insbesondere junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren sind sich eher bewusst, dass ein kompetenter Rückhalt auf dem Weg zum Nichtraucher wichtig ist.

Von der Nikotinsucht kommt man nur mir der richtigen Hilfe los

Die Umfrage unterstreicht, was lange bekannt ist: Professionelle Beratung und Begleitung erhöhen die Erfolgschancen für einen dauerhaften Rauchausstieg. Versucht man den Ausstieg dagegen im Alleingang ("kalter Entzug"), ist das Scheitern meist vorprogrammiert. Bereits zwei Drittel der Raucher in Deutschland haben mit dieser Strategie mindestens einmal versucht, das Rauchen aufzugeben. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur drei bis fünf Prozent haben damit langfristig Erfolg.

Der Grund ist den meisten Deutschen laut der Forsa-Umfrage sogar bekannt: 53 Prozent stufen das Rauchen als Sucht ein - von der man nur mit der richtigen Hilfe loskommt. Das Abhängigkeitspotenzial von Nikotin ist vergleichbar mit dem von Rauschmitteln wie Kokain oder Morphin. Wer aufhört, hat schnell körperliche Entzugssymptome wie zum Beispiel Reizbarkeit und Schlaflosigkeit. Die anfänglich große Ausstiegsmotivation löst sich dann oft buchstäblich in Rauch auf. Aber auch die Macht der Psyche wird häufig unterschätzt. Viele Raucher entwickeln im Laufe der Zeit Rauch-Rituale, die später nur noch schwer abzulegen sind.

Erfolg hängt auch von der Art der Unterstützung ab

Als beste Rauchentwöhnungsstrategie hat sich deshalb eine Kombination von Verhaltensänderungen mit medikamentöser Behandlung erwiesen. In Rauchentwöhnungskursen setzen sich Raucher beispielsweise aktiv mit ihrem bisherigen Verhalten auseinander, damit alltägliche Rauchsituationen nicht zum Fallstrick für den Entzug werden. Die medikamentöse Therapie mildert die Entzugssymptome und hilft dem Raucher durchzuhalten. Viele Raucher würden eine professionelle medizinische Unterstützung auch für sich persönlich in Erwägung ziehen: Laut der Forsa-Umfrage glauben 59 Prozent, dass ihnen diese bei der Entwöhnung helfen würde.

Quelle: Pressemeldung Pfizer Deutschland GmbH

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