Fentanyl-HEXAL" - Schmerztherapie aus der HEXAL-Entwicklung
HEXAL ist europaweit das einzige Unternehmen, das transdermale therapeutische Systeme selbst entwickelt, produziert und vermarktet. Nach ca. acht Jahren Forschung und Entwicklung brachte HEXAL - als einziges Unternehmen in Deutschland - zwei verschiedene Formen des Schmerzpflasters zur Marktreife: Das Reservoirsystem Fentanyl-HEXAL" TTS, das am 15. August 2005 eingeführt wurde, und das Fentanyl-Matrixpflaster von HEXAL, das demnächst zur Verfügung stehen wird. Für die Krankenkassen eröffnet sich durch Fentanyl-HEXAL" TTS ein Einsparpotenzial von mehr als 60 Mio. Euro pro Jahr.
Professor Eberhard Kochs, Klinik für Anaesthesiologie der Technischen Universität München, betonte den hohen Stellenwert von Fentanyl-Pflastern in der Therapie von tumorbedingten und anderen chronischen Schmerzzuständen: "Es konnte gezeigt werden, dass mit Fentanyl-Pflastern bei chronischem Schmerz oftmals eine bessere Schmerzkontrolle erreicht werden kann als mit einer oralen Morphin-Therapie." Besonders chronische Schmerzpatienten und Menschen mit Schluckstörungen bei gleichmäßigem Schmerzniveau profitieren von Schmerzpflastern, da eine zuverlässige, andauernde Schmerzlinderung erreicht wird. "Gleichzeitig ermöglicht ihnen die transdermale Applikation mehr Freiheit im täglichen Leben und erhöht die Lebensqualität", so Prof. Dr. Kochs.
Da Fentanyl zu den sehr starken Opioid-Analgetika zählt, unterliegt jeglicher Umgang mit dem Wirkstoff den strengen Richtlinien des Betäubungsmittelgesetzes. Die weiteren Besonderheiten der Entwicklung der Schmerzpflaster beschrieb Dr. Kai Kramer, Projektleiter Pharmazeutische Entwicklung Sandoz*: "Die komplexen Vorgänge bei der Wirkstofffreisetzung stellten eine besonders hohe Herausforderung für uns dar. Denn neben der analytischen Methodenfindung kommt auch der Rezepturentwicklung eine wichtige Bedeutung zu, damit der Wirkstoff in der gewünschten Weise freigesetzt wird." Beide Pflaster, Fentanyl-HEXAL" TTS und das Fentanyl Matrixsystem von HEXAL setzen den Wirkstoff in gleicher Weise frei wie Durogesic" Reservoirpflaster, d.h. es besteht therapeutische Gleichwertigkeit - sowohl in der Einzel- als auch in der Mehrfachapplikation. Beide Systeme gewährleisten einen zuverlässigen, über 72 Stunden anhaltenden Wirkspiegel.
"Das Erstanbieterprodukt Durogesic" SMAT kostete die gesetzlichen Krankenkassen im letzten Jahr über 300 Mio. EUR, wobei die Ausgaben seit Mitte 2004 um 30% gestiegen sind", so Professor Gerd Glaeske, Universität Bremen, Mitglied im Direktorium des Instituts für Public Health und Pflegeforschung sowie des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Ärzte befanden sich deshalb oft in einer Konfliktsituation zwischen einerseits einer optimalen Therapie und dem steigenden Kostendruck von Seiten der Krankenkassen andererseits. "Durch ein generisches Fentanyl-Pflaster eröffnet sich für die Kassen ein Einsparpotenzial von über 60 Millionen Euro pro Jahr", betonte Glaeske.
In die Entwicklung und in den Aufbau der Produktionsanlagen hat HEXAL am Standort Holzkirchen einen hohen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Die Pflasterproduktion entspricht den modernsten technischen Standards und wurde von internationalen Behörden, darunter der FDA zertifiziert. HEXAL ist europaweit das einzige Unternehmen, das Fentanylhaltige Schmerzpflaster selbst entwickelt hat, in eigenen Produktionsanlagen in Holzkirchen im Südosten Münchens produziert und selbst vermarktet.
"Die beiden Pflastersysteme, das Reservoirpflaster Fentanyl-HEXAL" TTS und das Matrixpflaster, das in Kürze zur Verfügung stehen wird, haben gute Aussichten darauf, zu den erfolgreichsten Produkten der Firmengeschichte zu werden", so Dr. Thomas Strüngmann, Vorstand der HEXAL AG und Head Commercial Operations Sandoz International GmbH, auf der Veranstaltung.
HEXAL profitiert bei diesem großen Produkt-Launch ganz besonders von der Zugehörigkeit zu Sandoz. Seit dem Schulterschluss der beiden Unternehmen, der seit dem 21. Juli 2005 weltweit effektiv ist, bleibt HEXAL in Deutschland und einigen anderen Ländern als eigenständige Marke bestehen. "Durch die starke internationale Aufstellung von Sandoz verfügen wir nun über den geeigneten Hebel, das generische Fentanyl-Pflaster auch in vielen anderen Ländern mit der nötigen Durchschlagskraft auf den Markt zu bringen", erläuterte Sandoz-Chef Dr. Andreas Rummelt, "Wir sehen in diesem Produkt einen wichtigen Faktor zum weiteren Ausbau unserer starken Position im internationalen Markt."
- Die Entwicklung von Fentanyl HEXAL" fand unter HEXAL statt. Nach dem Zusammenschluss von HEXAL und Sandoz wurden die Forschungs- und Entwicklungsteams in der neuen Sandoz vereint.
HEXAL und Sandoz bleiben in Deutschland und einigen weiteren Ländern als eigenständige Marken bestehen und werden unabhängig voneinander geführt.
Quelle: Pressemeldung HEXAL AG
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