Fluvastatin senkt kardiale Mortalität um 47%
Hochrisikopatienten mit koronarer Herzkrankheit profitieren in hohem Maße von einer Fluvastatin-Therapie. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die durch Studienergebnisse belegte signifikante Senkung der kardialen Mortalität. Zu den therapiebedürftigen KHK-Hochrisikopatienten zählen laut der NCEP-Guidelines ATP III (2001) [1] Patienten mit Myokardinfarkt in der Anamnese, instabiler Angina pectoris, stabiler Angina pectoris und/oder nach Koronararterien-Eingriffen. Eine weitere Hochrisikogruppe bilden Patienten mit Typ-2-Diabetes. Sie sind dafür prädestiniert, ausgeprägte atherosklerotische Gefäßveränderungen zu entwickeln und haben ein 4-fach höheres Risiko für eine KHK.
Fluvastatin (Cranoc") schützt KHK-Patienten und andere Hochrisikopatienten effektiv vor kardialen Ereignissen. Die Ergebnisse einer Meta-Analyse von Ballantyne et al. (2004) aus den vier großen Fluvastatin-Studien LIPS, FLARE; LiSA, LCAS unter Einschluss von 3.525 Patienten ergaben folgende Risikoreduktionsraten [2]:
47% Risikoreduktion für kardialen Tod
34% Risikoreduktion für kardialen Tod oder nicht-tödlichen Myokardinfarkt
35% Senkung der Gesamtmortalität
Die signifikante Senkung der kardialen Mortalität zeigte sich bereits nach nur sechsmonatiger Fluvastatin-Therapie. Besonders bemerkenswert war die Senkung der Gesamtmortalität von 35% - dieser Nutzen konnte bisher durch keine andere Statin-Therapie erreicht werden.
Diabetiker profitieren besonders
In die LIPS-Endpunktstudie (Lescol Intervention Prevention Study) wurden nur Patienten eingeschlossen, die in der Anamnese eine PTCA aufwiesen. Der in der LIPS-Studie für koronar bedingte Morbidität und Mortalität festgelegte primäre Endpunkt MACE (major adverse cardiac
events, definiert als kardialer Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt oder Reintervention) bringt einen überzeugenden wissenschaftlichen Nachweis für die klinische Wirksamkeit von Fluvastatin. Im Vergleich zu Placebo reduzierte die täglich Gabe von 80 mg Fluvastatin bei diesen KHK-Patienten
das Risiko für größere kardiale Ereignisse signifikant um 22%. In der Subgruppe der Patienten mit Typ-2-Diabetes konnte sogar eine Risikoreduktion von 47% verzeichnet werden [3]. Zusätzlich zeigte LIPS, dass eine Therapie mit Fluvastatin schon in einer frühen Phase der KHK zu einer
signifikanten Risikoreduktion führt. Die überzeugenden Ergebnisse der LIPS-Studie führten dazu, dass Fluvastatin im Jahr 2003 als bisher einziges Statin die Zulassung zur Sekundärprävention
schwerwiegender kardialer Ereignisse nach Herzkatheter-Therapie erhielt. Heute gilt die Gabe eines CSE-Hemmers nach Koronarintervention als State of the Art in der KHK-Risikoreduktion.
KHK-Risikoreduktion mit ausgezeichneter Verträglichkeit
Fluvastatin wird als einziges Statin vor allem über CYP2C9 abgebaut und kann deshalb mit zahlreichen anderen Arzneistoffen verabreicht werden. Daten des Adverse Event Reporting System der FDA in den USA zeigen, dass bei der Gabe von Fluvastatin bisher kein einziger Fall einer tödlichen Rhabdomyolyse aufgetreten ist [3]. Es ist daher ideal bei Patienten mit multipler Medikation und in der Kombinationstherapie einsetzbar.
Die Empfehlung zur Behandlung mit Fluvastatin bei KHK-Patienten, anderen Risikopatienten und Typ-2-Diabetikern entspricht den Ergebnissen der aktuellen Studienlage zum hohen Risikoreduktionspotenzial und zur besonderen Wirksamkeit dieser Substanz.
Quelle: Pressemeldung Astellas Pharma GmbH
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