Gebärmutterimpfung in Berlin per Chipkarte

24.01.2007 | Dortmund
Ab sofort bietet BIG - Die Direktkrankenkasse in Berlin die Impfung gegen humane Papilloma-Viren (HPV), Ursache für Gebärmutterkrebs, über die Versichertenkarte an. Mädchen im Alter von zehn bis siebzehn Jahren, die bei der BIG versichert sind, können sich schon jetzt - in Vorgriff auf die endgültigen Entscheidung der STIKO (ständige Impfkommission) - kostenfrei schützen lassen.

Europaweit ist Gebärmutterhalskrebs nach Brustkrebs die zweithäufigste Todesursache junger Frauen zwischen 15 und 44 Jahren. Allein in Deutschland diagnostizieren Frauenärzte im Rahmen von Früherkennungsmaßnahmen bei etwa 500.000 Frauen erste Wucherungen in der Gebärmutter. Rund 6.500 Frauen erkranken an Gebärmutterhalskrebs und für jede vierte Betroffene verläuft die Erkrankung tödlich.

Mit einem neu entwickelten Impfstoff kann nun erstmals gegen eine Krebserkrankung geimpft werden. Infektionen mit dem humanen Papilloma Virus ( HPV) gelten als einer der wichtigsten Auslöser des Gebärmutterhalskrebses und werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Mediziner empfehlen deshalb, Mädchen vor dem ersten Sexualkontakt mit einer Impfung zu schützen. Die vollständige Impfung besteht aus drei Einzeldosen. Nach zwei Monaten sollte die zweite, nach weiteren vier Monaten die dritte Impfung erfolgen.

BIG-Versicherte sollen zukünftig aber nicht nur in Berlin die Impfkosten direkt über ihre BIG-Karte abrechnen können. Entsprechende Vereinbarungen in anderen Bundesländern sind geplant. Bisher werden die Kosten für die Impfung (für drei Injektionen derzeit rund 465 Euro) nur von einigen wenigen Krankenkassen im Rahmen der Kostenerstattung übernommen.

Quelle: Pressemeldung BundesInnungskrankenkasse Gesundheit, kurz: BIG direkt gesund

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