Gezielte Verschreibung eines Medikaments muss möglich bleiben

12.09.2001 | Köln
In dem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums, dass Ärzte künftig nur noch die Wirkstoffe statt des Medikaments verschreiben sollen, sieht der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, Dr. Maximilian Zollner, unter gewissen Voraussetzungen eine Möglichkeit, Kosten bei den Arzneimittelverschreibungen einzusparen.

Bei einer weiter fortbestehenden persönlichen Haftung des Arztes für Art und Umfang seiner Verschreibungen sei es zu begrüßen, wenn in diese Haftung auch andere Berufsgruppen einbezogen würden.

Allerdings, so Zollner, dürfe die Therapiefreiheit des Arztes nicht so weit eingeschränkt werden, dass er nur noch den Wirkstoff verschreiben dürfe, obwohl er wisse, dass der Patient bestimmte Medikamente mit diesem Wirkstoff nicht vertrage, weil die Zubereitung unterschiedlich sei. In einem solchen Fall müsse der Arzt die Möglichkeit haben, ein von ihm bestimmtes Arzneimittel zu verschreiben, das dem Patient dann auch ausgehändigt werden müsse.

Eine weitere Voraussetzung für die Aut-idem-Regelung müsse es sein, dass jedes Medikament einer permanenten Qualitätssicherung und -überwachung unterliege, um Gefahren für die Bevölkerung auszuschließen, forderte Zollner.

Quelle: Pressemeldung NAV-Virchow-Bund

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