HEXAL gegen den plötzlichen Herztod

30.10.2001 | Holzkirchen
Die HEXAL AG, Holzkirchen hat den Verein "München gegen den plötzlichen Herztod" e.V. mit einer Spende von DM 10.000,-- unterstützt. Die Stadt München und der Verein haben ein Konzept erarbeitet, mit dem Ziel, die Stadt mit automatischen Defibrillatoren auszustatten.

Das Personal der U-Bahn Wache und des Kreisverwaltungsreferates ist bereits in der Anwendung der automatischen Defibrillatoren geschult. Die ersten Defibrillatoren sind bereits an den U-Bahnsteigen Marienplatz und Odeonsplatz installiert. Das Defibrillations-Programm der Stadt München wurde von Herrn Oberbürgermeister Christian Ude initiiert und wird von Herrn Dr. Josef Assal geleitet.

In München sterben pro Jahr ca. 2000 Menschen am plötzlichen Herztod. Der plötzliche Herztod wird durch Kammerflimmern, einem Herzrasen, das zu sofortigem Herz-Kreislaufstillstand führt, verursacht. Die einzige wirksame Behandlung ist die schnellst mögliche Defibrillation, d.h. die Abgabe eines Elektroschocks, um das Kammerflimmern zu beenden und normalen Herzrhythmus wiederherzustellen. Leider überleben derzeit nur ca. 8 - 9% der Betroffenen, da die Defibrillation durch den Notarzt (aufgrund der zeitraubenden Anfahrt) meist erst ca. 8 -10 Minuten nach Eintreten des Herz-Kreislaufstillstandes durchgeführt werden kann. Diese schreckliche Bilanz entspricht der Tatsache, dass die Überlebenschancen pro Minute um ca. 10 % absinken. Bei der Behandlung von Kammerflimmern zählt in erster Linie die schnellstmögliche Defibrillation.

Für die Defibrillation durch sog. Ersthelfer, also nicht Personen aus dem Rettungswesen, gibt es automatische Defibrillatoren, die in der Bedienung sehr einfach sind, so dass prinzipiell jeder Laie in der Lage ist, eine Defibrillation durchzuführen. Verschiedene Pilotprojekte in den USA konnten durch die zeitnahe Anwendung von automatischen Defibrillatoren eine dramatische Verbesserung der Überlebensaussichten bei Herz-Kreislaufstillstand dokumentieren. Die Geräte sind so konzipiert, dass keine lebensbedrohlichen Situationen verursacht werden können. Den entscheidenden Schritt, die Analyse des Herzrhythmus, führt das Gerät automatisch und mit größter Genauigkeit durch. Ein entsprechender Elektroschock kann nur abgegeben werden, wenn tatsächlich ein lebensgefährliches Herzrasen vorliegt. Fehlerhafter Gebrauch oder gar Mißbrauch ist praktisch ausgeschlossen.

Der Verein "München gegen den plötzlichen Herztod" e.V. ist eine Initiative von Münchener Kardiologen, mit dem Ziel, finanzielle Mittel zur Beschaffung von automatischen Defibrillatoren für die Stadt München über Spenden aufzubringen und die Einwohner der Stadt über das Defibrillations Programm zu informieren.

Quelle: Pressemeldung HEXAL AG

Dieser Beitrag wurde bisher 68 mal gelesen.
(Rang 660 auf medikamente-und-arznei.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Wirkstoffverordnung bringt Patienten keine Vorteile - weiterhin Regressgefahr für Hausärzte

20.09.2011 | "Apotheker und Hausärzte arbeiten bei der Arzneimittelverordnung vor Ort eng im Sinne der Patienten zusammen...

weiter in Wirkstoffverordnung bringt ...

Apotheken stellen Versorgung der Patienten sicher

371 mal gelesen. Rang 16 auf medikamente-und-arznei.de.

24.05.2011 | Wenn am 1. Juni 2011 die sechste Runde der Arzneimittelrabattverträge der AOK umgesetzt werden soll, stellen...

weiter in Apotheken stellen Versorgung der ...

"Sehr gut" von ÖKO-TEST für Cetirizin Heumann

383 mal gelesen. Rang 15 auf medikamente-und-arznei.de.

11.05.2011 | Der Nürnberger Generikahersteller HEUMANN PHARMA erhält von ÖKO-TEST in der Ausgabe 02/2011 ein "sehr gut" für...

weiter in "Sehr gut" von ÖKO-TEST für ...

Asthma: Mehr Jungs als Mädchen fehlt die Puste

26.04.2011 | Jedes zehnte Kind leidet unter Asthma. Nach DAK-Daten fehlt vor allem Jungs öfter die Puste. Denn: 60 Prozent...

weiter in Asthma: Mehr Jungs als Mädchen ...

Nicht in Eigenregie einnehmen

17.03.2011 | Angesichts der Atomkatastrophe in Japan fragen sich viele Menschen in Europa, ob sie vorsorglich Jodtabletten...

weiter in Nicht in Eigenregie einnehmen ...



Aktuelles

Zedernsohle gegen Schweißfüße

Schweißfüße sind unangenehm Wenn die Füße riechen ist das...

weiter ...

29. Oktober 2011: Weltschlaganfalltag

Schlaganfall-Hilfe bietet Informationen zur Steigerung der...

weiter ...

Weitere Themen

Offizieller Startschuss für brandenburgisches Telemedizin- Netz gefallen

Hochrisiko-Herzpatienten werden aus der Ferne rund um die...

weiter ...

Bundesverwaltungsgericht unterstreicht Bedeutung des Nacht- und Notdienstes

Mit der jüngsten Entscheidung zum Nacht- und Notdienst in...

weiter ...

Archiv

Das Handy als Thermometer, Blutdruck- und Blutzuckermesser

Smartphones können bei Therapie und Gesundheitschecks helfen...

weiter ...

Krankenkassen erreichen positives Finanzergebnis im ersten Quartal 2011

In den ersten drei Monaten 2011 haben die gesetzlichen...

weiter ...