Horst Erhardt erhält Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste

22.11.2004 | Augsburg
Am 22. November wurde Horst Erhardt, Gründungsvater des Bunten Kreises und Geschäftsführer des beta Instituts für sozialmedizinische Forschung und Entwicklung, in der Residenz in München mit der "Bayerischen Staatsmedaille für Soziale Verdienste" ausgezeichnet.

Die Sozialmedaille, überreicht durch die Bayerische Sozialministerin Christa Stewens, würdigt seine Verdienste um die Entwicklung und Verbreitung der Nachsorge für Familien mit schwer kranken Kindern. Horst Erhardt betont: "Dass die Nachsorge in Augsburg mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist und sich der Nachsorgegedanke in Deutschland verbreitet, ist auch das Verdienst der Arbeit des beta Instituts."

Augsburg, 23. November 2004. Das beta Institut hat seine Wurzeln im "Verein für Familiennachsorge "Bunter Kreis" e.V." Augsburg. Der Bunte Kreis begleitet Familien mit schwer oder chronisch kranken Kindern und Jugendlichen aus der Klinik heraus ins heimische Kinderzimmer, damit sie diesen Übergang möglichst nahtlos bewältigen. Aufgrund der praktischen Erfahrungen entwickelten Horst Erhardt und seine MitstreiterInnen Mitte der 90er Jahre ein Versorgungsmodell, das schon bald überregional Aufsehen erregte. Im Kern geht es darum, die Familien bei der Bewältigung all der Probleme zu unterstützen, die sich im Umfeld und als Folge schwerer Erkrankungen ergeben können.

Um die Nachsorge weiter zu entwickeln und wissenschaftlich zu untermauern, wurden 1998 die betapharm Nachsorgestiftung und im Herbst 1999 das beta Institut gegründet. Federführend waren Horst Erhardt, Geschäftsführer des Bunten Kreises und des neu gegründeten Instituts, und Peter Walter, Geschäftsführer der betapharm Arzneimittel GmbH. Ziel der beiden war, das Thema Nachsorge in Deutschland zu verbreiten und zudem das Versorgungsmodell auf Erwachsene zu übertragen.

In den fünf Jahren seit Institutsgründung wurde viel auf dem Gebiet der Patientenversorgung erreicht: "Horst Erhardt ist es gelungen, im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit die Erfahrungen in der Nachsorge bundesweit und auch auf den Erwachsenenbereich zu übertragen", lobte Sozialministerin Stewens bei der Überreichung der Bayerischen Staatsmedaille. Mittlerweile sind in Deutschland 16 Nachsorgeprojekte installiert oder im Aufbau - beratend begleitet durch das beta Institut. Soeben wurde in Nordrhein-Westfalen (NRW) beschlossen, mit fachlicher Unterstützung aus Augsburg, eine Struktur für die flächendeckende Einführung der Nachsorge zu entwickeln. Bisher gibt es vier Nachsorgeeinrichtungen in NRW: Aachen, Bonn, Coesfeld und Duisburg. An der neuen Struktur können sich weitere Kliniken orientieren und Nachsorge aufbauen.

Mit mammaNetz, einer Begleit- und Orientierungsstelle für Frauen mit Brustkrebs, wurde das Versorgungsmodell auf erwachsene Patienten übertragen. Seit gut einem Jahr arbeitet mammaNetz erfolgreich im Raum Augsburg, der Übertrag auf andere Regionen hat schon begonnen.

Für Horst Erhardt sind die Auszeichnung mit der Staatsmedaille und das fünfjährige Bestehen ein Anlass, sich zu bedanken: "Es gibt zwei Faktoren, ohne die diese Erfolge nicht möglich wären: Das außerordentliche Engagement der Mitarbeiter im beta Institut und die einzigartige Partnerschaft mit der betapharm, die unsere Ideen mit trägt und in jeder Beziehung unterstützt."

Quelle: Pressemeldung betapharm Arzneimittel GmbH

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