Industrie braucht stabile Rahmenbedingungen
Grundlage war eine Befragung von 100 Unternehmen der pharmazeutischen Industrie zur wirtschaftlichen Lage und zu den größten Risiken für die Branche. "Sowohl für die Krankenkassen, für die Versicherten als auch für die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie ist es dringend erforderlich, Planbarkeit zu erzeugen. Wir haben in den letzten Jahren einen ständigen Wechsel der gesetzlichen Bedingungen gehabt. So kann man kein Unternehmen und erst recht kein soziales Sicherungssystem führen" erklärte Dr. Bernd Wegener, Vorstandsvorsitzender des BPI.
Unbedingt erforderlich sei es, die Regulierungen im Arzneimittelmarkt auf ein erträgliches und transparentes Maß zu senken. Mit den unterschiedlichen sich teilweise widersprechenden Instrumenten zur Kostensenkung müsse Schluss sein. Vorrangig müsse es darum gehen, die Rabattverträge in ihrer bestehenden Form abzuschaffen. "Die Rabattverträge haben im Zusammenspiel mit den anderen Instrumenten eine ganze Branche ans Existenzlimit gebracht. Dieses Nebeneinander der unterschiedlichen Instrumente muss, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, beendet werden. Wettbewerb ist richtig, doch er muss nach fairen, transparenten Regeln ablaufen und auch standortgebunden Unternehmen eine echte Chance gibt. Wir benötigen zudem klare Anreize zur Forschung. Hier kann die steuerliche Förderung für Forschung und Entwicklung, wie sie im Koalitionsvertrag beschrieben ist, ein richtiger Weg sein" so Wegener.
Zusammengefasst sind die wichtigsten Forderungen des BPI:
1. Deregulierung und das Durchforsten des Instrumentendschungels
2. stabile Rahmenbedingungen
3. echter Wettbewerb mit gleich langen Spießen
4. eine echte Chance für standortgebundene Unternehmen
5. Entbürokratisierung
6. steuerliche Förderung von F&E.
Quelle: Pressemeldung Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.
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