Jeder Hesse nimmt mehr als zwei Arzneipackungen

29.09.2010 | Hannover
Im ersten Quartal 2010 haben die Arzneimittelkosten bei der KKH-Allianz rund 220 Millionen Euro betragen. Davon entfielen 15 Millionen Euro auf das Bundesland Hessen. Pro Versicherten beliefen sich hier die Kosten auf 104 Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Kosten um 3,7 Prozent gestiegen. Die Ärzte haben im ersten Quartal 2010 fast fünf Millionen Arzneimittelpackungen verordnet.

Fast 330.000 Medikamentenpackungen wurden allein in Hessen in öffentlichen Apotheken abgegeben. Durchschnittlich bekam jeder bei der KKH-Allianz versicherte Hesse in diesen drei Monaten 2,2 Medikamentenpackungen. Damit liegt Hessen genau im Bundesdurchschnitt.

Bei der Verordnung von günstigeren Nachahmerprodukten, den so genannten Generika, sind die Ärzte im Bundesland Hessen noch etwas zögerlich. Der Generika-Anteil am generikafähigen Markt (Generika und patentfreie Originalpräparate) lag im ersten Quartal unter 87 Prozent. Patienten müssen keine Nachteile durch den Austausch eines patentfreien Originalpräparates durch ein günstigeres Generikum befürchten: Wirkstoff und Packungsgröße bleiben gleich.

Dass vor allem die patentgeschützten Originale deutlich teurer sind als Generika-Präparate, belegt ein Vergleich der durchschnittlichen Packungskosten im ersten Quartal 2010. In Hessen lag der Durchschnittspreis für ein patentgeschütztes Originalpräparat beispielsweise fast um ein siebenfaches über dem Preis für ein Generikum.

Die Preise für patentgeschützte Originalpräparate sind allein im ersten Quartal in Brandenburg um 13 Prozent gestiegen. Angesichts dieser Preisentwicklung sehen Experten ein Preismoratorium wie es im Arzneimittelsparpaket beschlossen wurde, als eine wichtige Maßnahme an, um einem weiteren Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen entgegenzuwirken

Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz

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