KKH-Allianz: Kopfschmerzen häufig selbst verursacht

07.09.2009 | Hannover
Schmerztabletten mit Bedacht einnehmen

"Wer seine Kopfschmerzen zu häufig mit Schmerzmitteln bekämpft, kann Dauerkopfschmerzen verursachen", warnt Dr. Peter Storch, Leiter des Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrums Jena. Nach Schätzungen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) leiden ein bis zwei Prozent der gesamten Bevölkerung und damit zwischen 800.000 und 1,6 Millionen der Bundesbürger unter einem Arzneimittel-Kopfschmerz. Dieser gilt nach Spannungskopfschmerz und Migräne als dritthäufigste Kopfschmerzart.

"Viele Patienten meinen, "viel hilft viel" und nehmen immer mehr Tabletten ein", erläutert Prof. Dr. Otto W. Witte, Direktor der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Jena, dem das Mitteldeutsche Kopfschmerzzentrum angegliedert ist. Doch die Selbstmedikation über einen längeren Zeitraum ist tückisch: "Die Beschwerden der Betroffenen verschlimmern sich in der Regel. Sie treten in der Folge fast täglich auf, verstärken sich und zusätzlich zu den bereits vorhandenen Kopfschmerzen treten häufig dumpf drückende Dauerkopfschmerzen auf, die die Betroffenen jeden Tag quälen."

Regel Nummer eins der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft, um einem durch Medikamente ausgelösten Kopfschmerz vorzubeugen, lautet daher: Schmerz- oder Migränemittel höchstens an zehn Tagen pro Monat einnehmen und nicht länger als drei Tage hintereinander.

"Etwa jeder zehnte unserer Patienten leidet unter quälenden Kopfschmerzen, bedingt durch den übermäßigen Gebrauch von Schmerzmitteln", berichtet Dr. Peter Storch. Den Betroffenen werden im Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrum Jena maßgeschneiderte Therapien angeboten. "Dank der hier eng vernetzten, optimal abgestimmten Diagnostik und Behandlung durch Neurologen, Psychologen, Ergo- und Physiotherapeuten können wir die Patienten erfolgreich behandeln, ihnen Alternativen zur Schmerzbekämpfung aufzeigen und ihnen letztlich helfen, nicht rückfällig zu werden."

Von Michael E. Porter, Professor der Harvard Business School in Boston, wurde dieses Behandlungskonzept als eines der besten weltweit ausgezeichnet.

Kostenlose Beratungsaktion

Haben Sie Fragen zum medikamentenbedingten Kopfschmerz? Möchten Sie mehr über Migräne oder Clusterkopfschmerzen erfahren? Oder benötigen Sie Tipps für Entspannungstechniken, um Spannungskopfschmerzen vorzubeugen? Am kommenden Donnerstag, dem 10. September 2009, veranstaltet die KKH-Allianz gemeinsam mit dem Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrum Jena zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr eine telefonische Beratungsaktion. In diesem Zeitraum können Interessierte den Kopfschmerzexperten des Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrums unter der Durchwahl 0 36 41-9 32 35 10 ihre Fragen rund um das Thema Kopfschmerzen stellen. Auch über spezielle Behandlungsangebote für Versicherte der KKH-Allianz im Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrum Jena können sich die Anrufer informieren.

Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz

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