KKH-Allianz: "Finanzielle Stabilität notwendig!"

03.02.2010 | Hannover
Auch Ärzte und Pharmaindustrie müssen ihren Beitrag leisten

Der Vorstandschef der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, sieht nach einer Phase der Orientierung die Zeit des Handelns für den Bundesgesundheitsminister gekommen. Angesichts der schwierigen Finanzsituation im deutschen Gesundheitssystem müsse die Ausgabenseite im Fokus stehen: "Aktuell helfen uns Diskussionen um Prämien und Kopfpauschalen, also um Veränderungen auf der Einnahmeseite, nicht weiter." Damit die hohe Qualität der medizinischen Leistungen auch in Zukunft bezahlbar bleibe, seien Einsparungen auf der Ausgabenseite notwendig. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen sämtliche Sparmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Hier sind alle Beteiligten gefordert. Auch Ärzte, Pharmaindustrie und Krankenhäuser müssen ihren Beitrag leisten", so Kailuweit.

Gerade im Bereich der Arzneimittelpreise gebe es ein hohes Einsparpotenzial. "Seit Jahren beobachten wir vor allem bei patentgeschützten Originalpräparaten exorbitante Preissteigerungen. Im gesamten Pharmamarkt verzeichnet die KKH-Allianz einen Kostenanstieg um 7,2 Prozent je Versicherten", so Kailuweit. "Es kann nicht sein, dass die Versicherten immer mehr belastet werden, während Pharmaunternehmen ihre Gewinne maximieren." Ebenso sei der Ruf nach erneuten Honorarsteigerungen bei Ärzten nicht nachvollziehbar: "Seit 2007 haben die Ärzte 3,4 Milliarden Euro mehr erhalten. Weitere Honorarzuwächse sind angesichts der Wirtschaftskrise nicht angemessen."

Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz

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