Pfizer unterzeichnet 10-Jahres-Vertrag über Lieferung von Impfstoff in ärmste Länder der Welt
Das Advance Market Commitment ist ein neuer Finanzierungsmechanismus für das Gesundheitswesen, der darauf ausgerichtet ist, eine beständige Versorgung mit Pneumokokken-Impfstoffen zu gewährleisten sowie die Entwicklung und den Ausbau der Produktionskapazität für Impfstoffe insbesondere in den ärmsten Ländern der Welt zu fördern. Prognosen gehen davon aus, dass das AMC-Pilotprojekt bis 2030 über sieben Millionen potenzielle Todesfälle bei Kindern verhindern könnte.
Foto: Säuglinge und Kinder in den ärmsten Ländern der Welt können in Zukunft mit Pneumokokken-Konjugatimpfstoffen vor gefährlichen Erkrankungen geschützt werden.
Säuglinge und Kinder in den ärmsten Ländern der Welt können in Zukunft mit Pneumokokken-Konjugatimpfstoffen vor gefährlichen Erkrankungen geschützt werden.
"Pfizer setzt sich dafür ein, den Zugang zu unseren Medikamenten weltweit zu verbessern. Öffentlich-private Partnerschaften wie das AMC-Projekt sind maßgeblich für die Erzielung echter Fortschritte auf diesem Gebiet", so Jeffrey Kindler, Chairman und Chief Executive Officer von Pfizer. "Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Global Alliance for Vaccination and Immunization (GAVI) im letzten Jahr steuerten wir den ersten Pneumokokken-Konjugatimpfstoff bei, der in einem nationalen Impfprogramm in Entwicklungsländern eingesetzt wurde. Wir sind stolz darauf, dass wir unseren Einsatz für Säuglinge und Kinder in den ärmsten Ländern der Welt durch eine Beteiligung am AMC noch verstärken können."
Für das aktuelle AMC-Programm müssen sich teilnehmende Impfstoffhersteller verpflichten, Impfstoffe zehn Jahre lang zu einem festgelegten Preis zu liefern. Somit soll die langfristige Nachfrage gedeckt und die Erschwinglichkeit des Impfstoffs in Entwicklungsländern sichergestellt werden - selbst dann, wenn die Spendengelder von GAVI oder dem AMC-Spendenfonds ausgeschöpft sind. Die Unterzeichnung des Vertrags ist der letzte Schritt im Beschaffungsprozess des AMC-Projekts, der vom Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) verwaltet und von der GAVI Alliance unterstützt wird. Der Vertrag gilt vorbehaltlich der Vorqualifizierung durch die Weltgesundheitsorganisation und Eignungsbescheinigung des AMC-Projekts, die dieses Jahr noch erwartet werden.
Pfizer erhöht Produktionsleistung für Impfstoff
Der 13-valente Pneumokokken-Konjugatimpfstoff ist zurzeit in über 40 Ländern für die Anwendung bei Säuglingen und Kindern zugelassen. In diversen Ländern befinden sich die Zulassungsanträge für den Impfstoff mit der derzeit breitesten Serotypenabdeckung für die Anwendung bei Säuglingen und Kindern ebenfalls bereits in einem fortgeschrittenen Stadium der Bearbeitung. Um der steigenden globalen Nachfrage nach dem Impfstoff nachzukommen und die Produktlieferungen gewährleisten zu können, erhöht Pfizer die Produktionsleistung des Unternehmens durch Anlageinvestitionen, Prozessverbesserungen und Effizienzmaßnahmen im gesamten Liefernetzwerk. Der 13-valente Impfstoff deckt zusätzlich zu den sieben im Vorgängerpräparat enthaltenen Serotypen (4, 6B, 9V, 14, 18C, 19F, 23F) die sechs Serotypen 1, 3, 5, 6A, 7F und 19A ab. Zusammen decken diese Serotypen die am häufigsten auftretenden Bakterienstämme ab, die weltweit zu gefährlichen Erkrankungen von Säuglingen und Kleinkindern führen.
Über Advance Market Commitments (AMC)
Unter AMC ist ein neuer Finanzierungsmechanismus für die öffentliche Gesundheit zu verstehen, der insbesondere den am wenigsten entwickelten Ländern Impfstoffe zur Verfügung stellt. Das AMC-Pilotprojekt umfasst Impfstoffe gegen Pneumokokken-Erkrankungen. Zur Bekämpfung von Pneumokokken-Erkrankungen stellten die Regierungen von Italien, Großbritannien, Kanada, Russland und Norwegen sowie die Bill & Melinda Gates Stiftung dem AMC-Pilotprojekt 1,5 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Darüber hinaus sagte die GAVI Alliance bis 2015 Mittel in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar zu. Unternehmen, die sich am AMC-Projekt beteiligen möchten, müssen sich langfristig verbindlich verpflichten, die Impfstoffe zu nachhaltigen Preisen bestimmten GAVI-qualifizierten Ländern zur Verfügung zu stellen, nachdem die Mittel der Geldgeber erschöpft sind.
Die GAVI Alliance hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu 60 der weltweit ärmsten Länder zu unterstützen, nachdem die erforderlichen Zulassungen erfolgt sind. Die Pneumokokken-Konjugatimpfstoffe, die bestimmte Zielkriterien erfüllen, sollen bis 2015 eingeführt werden können. Nach einer Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Pneumokokken-Erkrankungen ausgelöst durch das Bakterium Streptococcus pneumoniae bei Kindern unter fünf Jahren die häufigste durch Impfung vermeidbare Todesursache. Sie umfassen unter anderem in die Blutbahn eindringende (invasive) Infektionen wie Blutvergiftungen (Sepsis) und Hirnhautentzündungen (Meningitis) sowie nicht invasive Erkrankungen wie Lungenentzündung (Pneumonie) und akute Mittelohrentzündung (Akute Otitis Media). Prognosen gehen davon aus, dass das AMC-Pilotprojekt bis 2030 über sieben Millionen potenzielle Todesfälle bei Kindern verhindern könnte.
Quelle: Pressemeldung Pfizer Pharma GmbH
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