RFID erstmalig in deutschem Krankenhaus

20.04.2005 | München
Siemens Business Services, Intel, und Fujitsu Siemens Computers starten am Klinikum Saarbrücken ein RFID-Pilotprojekt. Das Klinikum Saarbrücken hat am 19. April im Rahmen eines Pilotprojekts eine RFID-basierte (Radio Frequency Identification) Patientenidentifikation gestartet. Ziel ist es, gemeinsam mit den Technologiepartnern Siemens Business Services, Intel und Fujitsu Siemens Computers einen einfacheren Zugriff auf Patientendaten zu realisieren.

Gleichzeitig soll modernste IT und RFID-Technik zu einer größeren Medikamenten- und Dosierungssicherheit beitragen. In das Projekt werden rund 1000 Patienten eingebunden.

Patienten erhalten künftig bei der Aufnahme in das Klinikum Saarbrücken ein Armband mit integriertem RFID-Chip, der die Patientennummer enthält. Mittels Tablet-PCs und PDAs lesen Ärzte und Pflegepersonal die Nummer aus und können so die Patienten in Sekundenschnelle identifizieren. Damit erhalten die Berechtigten online via WLAN Zugriff auf eine geschützte Datenbank mit Details zu den Patientendaten einschließlich der zu verabreichenden Arzneimittel und deren Dosierung. Schutz vor unbefugtem Zugriff gewährleistet modernste Verschlüsselungstechnik.

Das Saarbrücker Projekt basiert auf einer RFID-Lösung, die bereits im Jacobi Medical Center in New York City im Einsatz ist und vom Health Care Research & Innovations Congress (HCRIC) als Innovation im Bereich Patientensicherheit ausgezeichnet wurde. Besonderes Augenmerk wird im Rahmen dieses Pilotprojekts auf die Medikamentensicherheit gelegt. Mit der Möglichkeit, die Patienten schneller und leichter zu identifizieren, kann das Pflegepersonal die Betreuung intensivieren und Medikamente einfacher und sicherer zuteilen. So lassen sich etwa kritische Daten und Risikofaktoren, wie bekannte Allergien, für jeden Patienten hinterlegen. Die Firma RpDoc Software Solution hat die Softwarekomponenten Medikationsplan und -speicherung sowie Dosierungsprüfung entwickelt.

Zu der technischen Gesamtausstattung der RFID-Lösung zählen Notebooks von Fujitsu Siemens Computers mit Zugriff auf das Patientensystem sowie Pocket Loox PDAs und Stylistic Tablet-PCs mit Intel" Centrino™ Mobiltechnologie. Darüber hinaus wird eine WLAN-Infrastruktur aufgebaut.

Die Patienten, die an dem Pilotprojekt teilnehmen, können zudem selbst Informationen über ihren Gesundheitszustand via Infoterminals abfragen. Hierzu zählen beispielsweise Blutdruckwerte, Gewicht, Behandlungs- oder Entlassungstermine. Des Weiteren können sie sich über die diagnostizierte Krankheit und die gängigen Therapieformen informieren.

Hinweis: Die wissenschaftlichen Ergebnisse des RFID-Pilotprojekts werden getrennt von der Presseinfo in Fachpublikationen veröffentlicht.

Quelle: Pressemeldung Siemens AG

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