Unterschätzte Gefahr: Wenn Tabletten den Stress bekämpfen

10.12.2009 | Köln
Stress und permanente Belastungen stehen in unserer modernen Leistungsgesellschaft für viele Menschen auf der Tagesordnung. Oft ist der Druck so groß, dass Arbeitnehmer, aber auch viele Selbstständige diesem nicht dauerhaft standhalten können.

Einer aktuellen Studie des IGES Instituts zufolge greifen in Deutschland rund zwei Millionen Menschen gelegentlich und rund 800.000 regelmäßig zu Pillen und Arzneien, um ihre Leistungen am Arbeitsplatz zu erhöhen. Das ist nicht nur wegen der Nebenwirkungen der Medikamente sehr gefährlich. Wie der alltägliche Stress auch ohne Tabletten bewältigt werden kann, zeigen die Gesundheitsexperten der Central Krankenversicherung.

Bei den gängigen Medikamenten, die von den befragten Arbeitnehmern eingenommen wurden, kommt nur jede dritte Empfehlung vom Arzt. Häufig werden Tabletten verwendet, die eigentlich für depressive, demente oder hyperaktive Menschen gedacht sind. 40 Prozent der interviewten Personen - darunter viele Akademiker - schlucken laut Umfrage fast täglich Antidepressiva, Betablocker oder andere Medikamente: Männer eher Aufputschmittel, Frauen verstärkt Beruhigungspillen gegen Ängste. Die Folgen sind Konzentrationsschwächen oder Verhaltensänderungen wie seelische Abstumpfung und Wahnvorstellungen oder auch lebensgefährliche Kreislaufzusammenbrüche.

Die Gesundheitsexperten der Central Krankenversicherung raten: "Lässt sich die Situation am Arbeitsplatz nicht beeinflussen, sollte sich jeder Arbeitnehmer - so gut es geht - ausgleichende Freiräume schaffen und sich selbst gegen den Stress wappnen." Hier bieten sich unter anderem verschiedene Entspannungstechniken, Sport und gesunde Ernährung an.

So entschärfen Sie Stresssituationen:

* Planen Sie Pausen und Pufferzeiten ein. Kleine Mikropausen über den Tag verteilt oder auch einige längere Pausen sind wichtig für die Erholung.

* Schreiben Sie jeden Abend eine Aufgabenliste für den nächsten Tag. Das hilft Ihnen, sich morgens gleich auf das Wichtigste zu konzentrieren. Und Sie können ruhiger schlafen.

So gehen Sie Stress anders an:

* Atmen Sie in stressigen Situationen tief durch. Wenige tiefe, lange Atemzüge bauen körperliche Anspannung schnell ab. Das Gehirn wird besser mit Sauerstoff versorgt. Sie können wieder klarer denken.

* Lächeln Sie - auch wenn es keiner sieht. Das hat eine befreiende, stressreduzierende Wirkung, denn Freude mindert die Ausschüttung von Stresshormonen sofort.

So gleichen Sie langfristig Stress aus:

* Treiben Sie Sport! Joggen, Walken, Radfahren oder Schwimmen hilft, die angestauten Stresshormone abzuarbeiten und langfristig negativen Stressfolgen vorzubeugen.

* Achten Sie auf Ihre Ernährung. Eine ausgewogene Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Spurenelementen lässt Sie Stress souveräner bewältigen.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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