Welt Aids Tag: Verbesserung der HIV-Therapie durch Forschung ist weiterhin lebenswichtig
Der Unternehmensbereich Tibotec, Division of Janssen-Cilag, ist auf Virologie spezialisiert und forscht nach neuen Medikamenten, welche die Lebensqualität von Patienten mit HIV weiter verbessern und ihr Leben verlängern können. Denn im Kampf gegen das Virus ist intensive Forschung weiterhin lebenswichtig.
Jährlich sterben weltweit über zwei Millionen Menschen an Aids, rund 33 Millionen sind HIV-infiziert. In Deutschland stecken sich jedes Jahr 3000 Menschen neu mit dem HI-Virus an. Bis heute ist die Krankheit nicht heilbar. Doch innovative Medikamente ermöglichen den Patienten ein weitgehend normales Leben.
"Die medizinische Forschung hat für die HIV- und Aidstherapie in den letzten Jahren viel erreicht. Trotzdem dürfen die großen Erfolge nicht darüber hinweg täuschen, dass es noch viel zu tun gibt", weiß Professor Dr. Günter Huhle, Vice President Medical & Scientific Affairs bei Janssen-Cilag. "Insbesondere die Behandlung infizierter Frauen, Mütter und Kinder muss optimiert werden. Für diese Patientengruppen ist die Infizierung mit dem HI-Virus in vielen Fällen noch ein Tabu-Thema - und das auch immer noch in medizinisch hoch entwickelten und aufgeklärten Ländern wie Deutschland. Hier wollen wir genau hinschauen und unsere Expertise als forschendes Pharmaunternehmen einbringen. Mit unserem seit Sommer 2009 zugelassenen Arzneimittel für die Therapie infizierter Kinder leisten wir unseren Beitrag im Bereich HIV und Pädiatrie," so Huhle.
Frauen und Mütter
Auch wenn inzwischen viele Studien darauf hinweisen, dass die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) bei Frauen ebenso wirksam ist wie bei Männern - es besteht immer noch dringender Forschungsbedarf. Frauen sind in wissenschaftlichen Studien immer noch unterrepräsentiert, so dass für sie keine differenzierten Dosierungsempfehlungen abgeleitet werden können. Hinweise auf ein unterschiedliches Nebenwirkungsspektrum bei Frauen und Männern mehren sich.
Ein weiteres wichtiges Thema entsteht für den Zusammenhang HIV und Schwangerschaft. Obwohl Forscher sich eingehend mit der Übertragung des Virus von Mutter auf Kind beschäftigt haben, sind die Übertragungswege nicht abschließend geklärt. Durch den Einsatz von HIV-Medikamenten gelingt es heute aber, das Übertragungsrisiko für das Kind auf unter zwei Prozent zu reduzieren.
HIV-positive Kinder
Kinder- und Jugendärzte warten dringend auf neue Therapien für ihre jungen Patienten. "Da sich die HIV-Infektion von Kindern bezüglich Infektionsweg, Virusdynamik, Reife des Immunsystems und des natürlichen Verlaufes von der Infektion des Erwachsenenalters unterscheidet, ist eine auf das Kindesalter abgestimmte Therapie erforderlich. Nach wie vor infizieren sich Kinder mit HIV auch in Deutschland. Sie haben viel weniger Therapieoptionen als Erwachsene", erklärt Dr. Christoph Königs, Uniklinik Frankfurt.
Seit 2009 hat das Neusser Pharmaunternehmen ein Medikament mit der Zulassung für Kinder ab sechs Jahren. Darüber hinaus unterstützt Janssen-Cilag seit Jahren das Engagement und die Aufklärungsaktivitäten von PENTA, einer weltweiten Organisation für HIV-infizierte Kinder.
Altersassoziierte Erkrankungen und HIV
Eine große Herausforderung ist auch der Zusammenhang zwischen HIV und altersassoziierten Erkrankungen. Dank der wirksamen Therapie werden die HIV-Patienten immer älter. Ein höheres Lebensalter geht mit einem erhöhten Risiko für altersassoziierte Erkrankungen wie kardiovaskuläre- und Stoffwechselerkrankungen einher. Die Infektion beschleunigt den Alterungsprozess und HIV-Infizierte haben ein noch höheres Risiko für diese Krankheiten. Das macht die komplexe Behandlung älterer HIV-Patienten noch komplizierter. Auch hier kann und muss die Pharmaforschung in der Zukunft einen wesentlichen Beitrag leisten.
Tibotec, Division of Janssen-Cilag hat langjährige Expertise im Bereich Virologie und daraus resultierend ein gutes Verständnis der Bedeutung von Resistenzen und Resistenzbarrieren in der HIV- und Aids-Therapie. Das Neusser Pharmaunternehmen Janssen-Cilag geht jetzt den nächsten Schritt in die Zukunft der Virologie und wird voraussichtlich im Jahr 2012 das erste Produkt für Hepatitis, 2014 zusätzlich Tuberkulose auf den Markt bringen. Damit baut das Unternehmen Janssen-Cilag den Bereich Virologie mit weitern Indikationen aus und stellt sich den kommenden Anforderungen.
Tibotec ist in Deutschland ein Geschäftsbereich der Janssen-Cilag GmbH. Tibotec erforscht und vertreibt neue, innovative Medikamente zur Behandlung von Infektionskrankheiten.
Quelle: Pressemeldung Janssen-Cilag GmbH
Dieser Beitrag wurde bisher 134 mal gelesen.
(Rang 161 auf medikamente-und-arznei.de)
Weitere News
Wirkstoffverordnung bringt Patienten keine Vorteile - weiterhin Regressgefahr für Hausärzte
20.09.2011 | "Apotheker und Hausärzte arbeiten bei der Arzneimittelverordnung vor Ort eng im Sinne der Patienten zusammen...
weiter in Wirkstoffverordnung bringt ...Apotheken stellen Versorgung der Patienten sicher
375 mal gelesen. Rang 16 auf medikamente-und-arznei.de.
24.05.2011 | Wenn am 1. Juni 2011 die sechste Runde der Arzneimittelrabattverträge der AOK umgesetzt werden soll, stellen...
weiter in Apotheken stellen Versorgung der ..."Sehr gut" von ÖKO-TEST für Cetirizin Heumann
390 mal gelesen. Rang 15 auf medikamente-und-arznei.de.
11.05.2011 | Der Nürnberger Generikahersteller HEUMANN PHARMA erhält von ÖKO-TEST in der Ausgabe 02/2011 ein "sehr gut" für...
weiter in "Sehr gut" von ÖKO-TEST für ...Asthma: Mehr Jungs als Mädchen fehlt die Puste
26.04.2011 | Jedes zehnte Kind leidet unter Asthma. Nach DAK-Daten fehlt vor allem Jungs öfter die Puste. Denn: 60 Prozent...
weiter in Asthma: Mehr Jungs als Mädchen ...Nicht in Eigenregie einnehmen
17.03.2011 | Angesichts der Atomkatastrophe in Japan fragen sich viele Menschen in Europa, ob sie vorsorglich Jodtabletten...
weiter in Nicht in Eigenregie einnehmen ...Aktuelles
Zedernsohle gegen Schweißfüße
Schweißfüße sind unangenehm Wenn die Füße riechen ist das...
weiter ...29. Oktober 2011: Weltschlaganfalltag
Schlaganfall-Hilfe bietet Informationen zur Steigerung der...
weiter ...Neuigkeiten
Wirkstoffverordnung bringt Patienten keine Vorteile - weiterhin Regressgefahr für Hausärzte
"Apotheker und Hausärzte arbeiten bei der...
weiter ...Apotheken stellen Versorgung der Patienten sicher
Wenn am 1. Juni 2011 die sechste Runde der...
weiter ...Weitere Themen
Offizieller Startschuss für brandenburgisches Telemedizin- Netz gefallen
Hochrisiko-Herzpatienten werden aus der Ferne rund um die...
weiter ...Bundesverwaltungsgericht unterstreicht Bedeutung des Nacht- und Notdienstes
Mit der jüngsten Entscheidung zum Nacht- und Notdienst in...
weiter ...Archiv
Das Handy als Thermometer, Blutdruck- und Blutzuckermesser
Smartphones können bei Therapie und Gesundheitschecks helfen...
weiter ...Krankenkassen erreichen positives Finanzergebnis im ersten Quartal 2011
In den ersten drei Monaten 2011 haben die gesetzlichen...
weiter ...Verschiedenes
Lebensmittelkontrollen: Aigner muss das Heft in die Hand nehmen
vzbv fordert Ende der Kleinstaaterei
weiter ...Gesund durch den Tag - auch im Netz: schlummernde Online- Kundenpotenziale für die Gesundheitsbranche
AGOF legt Sonderbericht "Gesundheit" in Zusammenarbeit mit...
weiter ...
