Wie die Mutter, so die Tochter

08.02.2005 | Heidenheim
Risiko für Harninkontinenz wird auch durch die Gene bestimmt: Ob eine Frau im Laufe ihres Lebens an Harninkontinenz erkrankt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Bekannte Risikofaktoren sind das Alter, Geburten sowie ein hoher Body-Mass-Index. Aber auch die genetische Prädisposition beeinflusst in hohem Maße, ob eine Frau harninkontinent wird.

Zu diesem Ergebnis kommen Yngvild Hannestad und seine Kollegen aus Norwegen. Ihr Fazit: Die Wahrscheinlichkeit für eine Frau, harninkontinent zu werden, steigt, wenn bereits ihre Mutter oder ältere Schwester von diesem Leiden betroffen sind.

Ihre Untersuchung, die im British Medical Journal veröffentlicht wurde (2004; 329: 889-891), bestärkt somit die schon seit langem diskutierte Theorie, dass auch die genetische Prädisposition die Entwicklung von Harninkontinenz maßgeblich beeinflusst. Die Mediziner untersuchten das Risiko für Inkontinenz bei Töchtern, Enkelinnen und Schwestern von über 2000 inkontinenten Frauen. Als Vergleichsgruppe dienten 6000 Frauen, deren Verwandte gesund waren.

Verdopplung des Risikos für schwere Harninkontinenz

Leiden die Mütter an Symptomen von Harninkontinenz, haben ihre Töchter ein um 1,3fach erhöhtes relatives Risiko, ebenfalls inkontinent zu werden. Sind die Mütter von einer schweren Form der Erkrankung betroffenen, verdoppelt sich das Risiko für die Töchter, im Verlauf ihres Lebens auch schwer harninkontinent zu werden. Das Risiko für Belastungsinkontinenz ist dabei sogar dreifach erhöht.

Auch die Gesundheit der älteren Schwestern wirkt sich auf das Erkrankungsrisiko aus. Leiden sie an Harninkontinenz, steigt für die jüngere Schwester die Wahrscheinlichkeit um den Faktor 1,6, ebenfalls daran zu erkranken. Dies betrifft sowohl Belastungsinkontinenz als auch Mischformen.

"Die Symptome von Harninkontinenz haben wahrscheinlich komplexe Ursachen. Bekannte Risikofaktoren wie steigendes Alter, Schwangerschaft und Geburt sowie ein hoher Body-Mass-Index erhöhen zusätzlich das Risiko für Frauen mit einer genetischen Prädisposition", schlussfolgern die Autoren.

Absorbierende Hilfsmittel geben Betroffenen Sicherheit

Für die Behandlung von Belastungs- und Dranginkontinenz stehen verschiedene konservative, operative und medikamentöse Methoden zur Verfügung. Trotz dieser teilweise wirkungsvollen Behandlungsmöglichkeiten kann oft auf die Anwendung von absorbierenden Inkontinenzeinlagen und Inkontinenzslips nicht verzichtet werden. Begleitend zur Therapie eingesetzt, geben sie Betroffenen bis zur Beschwerdefreiheit zusätzliche Sicherheit.

Die PAUL HARTMANN AG bietet für alle Formen und Schweregrade der Inkontinenz geeignete Produkte an, die den Urin zuverlässig und unauffällig aufnehmen.

Quelle: Pressemeldung PAUL HARTMANN AG

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