Zahnärzte und Ärzte starten öffentliche Protest-Kampagne in Berlin

19.01.2009 | Berlin
Die flächendeckende Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland kostet Milliarden an Versichertengeldern und trägt nichts zum medizinischen Fortschritt bei.

Darauf verweist seit dem 19. Januar 2009 eine in Berlin gestartete gemeinsame Informationskampagne vom Freien Verband Deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ), dem Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschland e.V. (NAV-Virchowbund) und dem Bündnis Direktabrechnung e.V..

"Mit der öffentlichen Aktion wollen wir die eigentlich Betroffenen, die Versicherten und Patienten, auf die Gefahren und negativen Folgen der elektronischen Gesundheitskarte hinweisen", erklärt Dr. Karl-Heinz Sundmacher, Bundesvorsitzender des FVDZ. Es werde endlich Zeit, der regierungsamtlichen eGK-Propaganda die Fakten entgegen zu setzen.

Und die sind: "Von der Wiege bis zur Bahre" sollen unvorstellbare Mengen intimster Daten gespeichert werden. Die Datensicherheit wird aufgrund des unaufhaltsamen technischen Fortschritts niemals garantiert sein. Die Entwicklungskosten für die eGk schießen unkalkulierbar in die Höhe, dafür fehlen Versichertengelder in Milliardenhöhe für notwendige Behandlungen. Sundmacher: "Das Projekt ist in der Sackgasse, es ist an den politischen Vorgaben gescheitert. Es muss sofort gestoppt werden."

Die Aktionsgemeinschaft warnt in der gesamten Berliner Innenstadt und rund um das Bundesministerium für Gesundheit auf insgesamt rund 250 Plakaten an Straßenbahn-Haltestellen, Informationssäulen und Stadtinformationsanlagen vor den falschen politischen Versprechungen zur Gesundheitskarte und verweist auf realistische Information durch Ärzte und Zahnärzte. Weiterführende Informationen zum Thema können auf den Internetseiten des FVDZ unter www.fvdz-egk.de nachgelesen werden.

Dem Thema "Der digitalisierte Mensch" widmet sich auch das FVDZ-Presseseminar am 22. Januar 2009 ab 14 Uhr im Hotel Meliá, Friedrichstr. 103, 10117 Berlin im Raum Sevilla. In einem Streitgespräch diskutieren Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Ärzte und Informatiker über den Sinn bzw. Unsinn der eGK und suchen nach möglichen Lösungsansätzen.

Quelle: Pressemeldung Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V.

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